Fotografie News - Landesverband Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern

  • 11.10.2021 Hintergrundwissen

    Rudi Rohde

    Porträts vom Feinsten!




    In der nächsten Ausgabe des brennpunkts wird eine Beitrag erscheinen mit dem Titel: Der Porträtfotograf Rudi Rohde und die Sehnsucht nach dem Authentischen und Besonderen im Abbild. Darauf würde ich gerne hinweisen. Kauft die Ausgabe oder besser noch abonniert den brennpunkt bei dem Herausgeber Dietmar Bührer. Es folgt ein kurzes Werbeelement, das hoffentlich Eure Neugierde und Kauflust weckt.

    Die Bandbreite der Erwartungshaltung an Fotografen ist groß und an Porträtfotografen besonders groß und vielfältig. Ein Blick in die Kulturgeschichte des menschliches Abbildes zeigt, dass eine Entwicklung stattgefunden hat von der idealtypischen bis zur individuellen Darstellungsform, die hier kurz nachgezeichnet werden soll. Sie hat in den letzten Jahrzehnten mit der Suche und Sehnsucht nach dem Singulären und Authentischen eine Zuspitzung erfahren. Diese Verlangen geht weit über den Bereich der Porträtfotografie hinaus und hat nahezu alle Bereiche unserer Kultur und Gesellschaft ergriffen, kommt aber im Porträt besonders anschaulich zum Ausdruck.

    Ein Auseinandersetzung mit dem Begriff und der Entstehungsgeschichte des Porträts in der Malerei und Fotografie bis zum heutigen Tag macht eines deutlich: Die Porträtfotografie ist entgegen dem ersten Anschein eine hochanspruchsvolle Kunst, die zu meistern nicht jedem gelingt. Rudi Rohde ist ein Meister dieses Fachs.

    Eine der zentralen Forderungen an den Porträtfotografen ist der Wunsch nach Authentizität des Abbildes der Fotografierten. Ich möchte ein authentisches Foto von mir, dass mich zeigt so wie ich bin, dürfte der am meisten ausgesprochene Wunsch sein, mit dem Porträtfotografen konfrontiert werden. Und natürlich bin ich etwas Besonderes, kein Standard. Schließlich habe ich besondere Interessen.

    Der Porträtfotograf ringt wie gesagt gleich mit mehreren Herausforderungen. Er ist eingebettet in eine kulturellen Kontext, der sich historisch entwickelt hat. Das Porträt eines Menschen gehört zu den ältesten Motiven in der Geschichte der Malerei.

    Es geht auch heute meist darum, fotografiert zu werden, wie man sich sieht oder gesehen werden möchte. Nicht darum, wie man nach intersubjektiv überprüfbaren Kriterien der Welt gegenübertritt. Letzteres  ist nur eine Illusion, die aber dem Wunsch der Kunden nach Authentizität  oft zugrunde liegt bzw. darin zum Ausdruck gebracht wird.

    Viele die authentisch fotografiert werden möchten, haben mit Objektivität nicht viel am Hut und streben nach Inszenierung. Andere glauben tatsächlich an die Besonderheit ihres Wesens, das sie abgelichtet sehen möchten.

    Rudi Rhode tappt mit seinen Fotos nicht in die Authentizitätsfalle, wenn sie sich vor ihm auftut. Er versucht erst gar nicht, das vermeintliche Wesen oder den Wunschcharakter der Porträtierten hochprozentig zu destillieren und die Essenz in ihrer ganzen Reinheit auf das Papier zu bannen.

    Die Fotografie des Rudi Rohde macht deutlich, was die Porträtkunst leisten kann, wenn sie sich von der  Sehnsucht nach der Authentizität und Singularität nicht ihre künstlerische Freiheit nehmen läßt. 

    Ein Porträt gelingt, wenn sich die Porträtierte der gestalterischen Kraft eines seriösen Fotografen oder seriösen Fotografinnen  ganz und gar anvertraut. Gute Porträtfotografen sind Künstler und Menschenfreunde. Wenn ich ein künstlerisch wertvolles  Porträtfoto mein Eigen nennen möchte,  sollte ich tunlichst meine eigenen Vorstellungen hinten anstellen.

    Offensichtlich vertrauen die Porträtierten Rudi Rhode voll und ganz. Mit Recht!

    Viel mehr und tolle Fotos in der nächsten Ausgabe des brennpunkts!

    Christoph Linzbach