DVF NEWS - Landesverband Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern

  • 31.07.2026 DVF Berlin

    Die Sache mit den (B)Randnotizen ...

    ... im DVF-Journal

    Herr K. aus Berlin war möglicherweise wieder einmal vom amtierenden Präsidium des DVF eingeladen, eine seiner „Randnotizen“ für das zentrale Sprachrohr des Präsidiums (DVF-Journal) zu verfassen.

    Herr K. schreibt da in der Ausgabe 9/10-2026 unter anderem:

    „… bewirbt sich Frau Liebertz nun für das höchste Amt im größten deutschen Fotoverband. Dabei ist sie bisher weder durch herausragende fotografische Leistungen[,] noch durch fachliche Veröffentlichungen in Erscheinung getreten.“

    Weiter heißt es in der Wahlwerbung für das amtierende (und sich offenkundig erneut zur Wahl stellende) Präsidium:

    „Die zentrale Aufgabe des Präsidiums besteht hingegen darin, den DVF nach außen zu vertreten, Kontakte zur Fotoindustrie und zu den Medien zu pflegen, Ausstellungen auf hohem Niveau zu ermöglichen, rechtssichere Verträge abzuschließen und die strategische Entwicklung des Verbandes zu gestalten.

    Dafür braucht es Erfahrung, fachliche Kompetenz, ein belastbares Netzwerk und organisatorisches Geschick.“

    Also braucht es doch nicht herausragende fotografische Leistungen, wie K. zuvor schreibt!

    Ich stimme K. sogar zu, wenn er darlegt, ein Präsidium solle die strategische Entwicklung des Verbands gestalten und dafür sei u.a. organisatorisches Geschick erforderlich. Dies wäre noch zu ergänzen um die Fähigkeit, demokratische Prozesse innerhalb des Verbands mit der gebotenen Transparenz präsidialen Handelns zu moderieren und sich an die im Verband geltenden und vom Verband sich selbst gegebenen Regeln (Satzung z.B.) zu halten.

    Nicht dazu gehören allerdings Vorgänge, wie sie vom amtierenden Präsidium präsentiert wurden und werden. Ob es diverse Verstöße gegen die geltende Satzung waren (Verbandstag 2024) und sind (Ort und Zeit des Verbandstags 2026 wurden z.B. nicht vom Gesamtvorstand beschlossen). Oder die jüngeren, allen DVF-Mitgliedern bereitgestellten Einlassungen des DVF-Präsidenten zu „Verfehlungen“ von Norbert Liebertz, der vom Präsidium selbst Ende 2023 als Beauftragter IT vorgeschlagen und installiert wurde. Die Mitteilung an alle Mitglieder verfasste der Präsident nämlich erst, als die Kandidatur von Frau Liebertz (Ehefrau von Norbert Liebertz) als Präsidentin des DVF öffentlich erklärt wurde. So es denn Verfehlungen von Norbert Liebertz sind, wurden diese vom Präsidium mehrfach und über mehrere Jahre hinweg gedeckt und mitgetragen. Ein Schelm, der Böses bei dem gesamten Vorgang denkt.

    Woraus K. allerdings ableitet, das amtierende Präsidiums-Duo hätte in den vergangenen Jahren viel für die Reputation des DVF geleistet, wird das ewige Geheimnis von K. bleiben. Mir und vielen anderen DVF-Mitgliedern, denen seitens des intransparenten Präsidiums leider nicht ein ähnliches Forum wie Herrn K. gegeben wird, ist jedenfalls weder eine steigende Reputation des DVF, noch irgendeine strategische Entwicklung im Sinne eines zukunftsfähigen Verbands bekannt.

    Ganz im Gegenteil. Neben den für sich sprechenden, stetig sinkenden Mitgliederzahlen war der Deutsche Fotorat als Dachorganisation unterschiedlichster fotografischer Berufs- und Amateurvereinigungen nicht bereit, den DVF als Vollmitglied in seine Reihen aufzunehmen – was der GDT hingegen bravourös gelang.

    Wenn außerdem die strategische Entwicklung darin begrenzt bleibt, Ausstellungen und Wettbewerbe anzubieten, wäre eine grundlegende Satzungsänderung mehr als zeitgemäß. Alles andere ist das Vorgaukeln falscher Tatsachen für bestehende und potenzielle Mitglieder.

    Insofern kann und muss der von Herrn K. formulierten Wahlempfehlung „Vor diesem Hintergrund erscheint mir Kontinuität de[r]zeit die bessere Wahl.“ vehement widersprochen werden. Es ist der durchschaubare Versuch, das System Rau/Henn weiter am Leben zu erhalten. Oder wie Barack Obama im September 2025 – durchaus auch zutreffend auf die Situation im DVF –sagte:

    „It's fair to say that 80% of the world's problems involve old men hanging on who are afraid of death and insignificance, and they won't let go. They build pyramids, and they put their names on everything. They get very anxious about it.“

    Frei ins Deutsche übersetzt: „Man kann wohl sagen, dass 80 % der Weltprobleme alte Männer betreffen, die sich an die Macht klammern, weil sie Angst vor dem Tod und der Bedeutungslosigkeit haben, und sie lassen nicht los. Sie bauen Pyramiden und schreiben ihren Namen auf alles. Sie werden deswegen sehr ängstlich.“

    Der DVF und seine Mitglieder sollten also Anfang Oktober 2026 Entschlossenheit aufbringen und die Ära Rau, Henn und K. mit einem deutlichen Votum für einen (hoffentlich) besseren Neuanfang beenden.

    Uwe Hantke